Es ist einfach links zu sein

Es ist einfach links zu sein, indem man Parolen für einfache Lösungen auf Social Media postet. “Refugees welcome” heisst aber nicht I welcome refugees. Man kann das ja machen, aber “man” ist selten man selbst.
Es ist einfach links zu sein, und an Demonstrationen gegenüber dem Staat zu rebellieren. Ob die Polizisten, die man anschreit aber die Urheber unserer Politik sind?
Es ist einfach links zu sein, wenn man mit den Mitschülern einen Kaffee am See trinkt und darüber reden, das wir ja alle nur Menschen seien.
Es ist einfach links zu sein, wenn man die Bilder von sterbenden Kindern sieht, und die Welt verdammt.
Es ist einfach links zu sein.

Es ist schwer links zu sein, wenn einem der Geduldfaden reisst, weil dein Gegenüber ein für dich alltägliches Konzept nicht versteht und es du zum hundertsten Mal erklärst, während die Person dir unangenehm nahe kommt, weil das in deren Kulturkreis so üblich ist.
Es nervt seine Zeit und Energie zu investieren, wenn das nicht so gewertschätzt wird wie man das will, weil andere Menschen andere Prioritäten haben.
Es ist mühsam sich dauernd mit eigenen rassistischen Ideen auseinander zu setzen, wenn man schwierige Themen lösungsorientiert diskutiert, weil einfache Lösungen in einer komplexen Welt selten hilfreich sind.
Es ist ermüdend faktisch zu argumentieren, die Arbeit von Soziologen, Kriminologen und Psychologen zu nutzen, statt Menschlichkeitsplattitüden zu brauchen.Es ist nicht einach, aber schön, ermüdend, aber bereichernd, schwierig, aber lehrreich.

Ich wünschte mir mehr Menschen würden es auf sich zu nehmen, links zu sein, das Jugend-Rotkreuz mit ihrer Zeit zu unterstützen, MSF Geld spenden für die Flüchtlinge, die sich eine Reise nach Europa nicht leisten können oder sich schlichtweg zu informieren und diese Informationen weiter zu geben, sachlich, rational, lösungsorientiert. Utopien sind schlichtweg nicht realistisch. Triage tut weh, ist aber ethischer, als tagzuträumen und das Unmögliche zu fordern.

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Rabenhirn – I

Sie schlug das Buch zu und seufzte. Müde packte sie den Rest ihrer Chemie Unterlagen zusammen und stand auf. Als Charlene die hölzerne Flügeltüre der Bibliothek aufstiess, stöhnte sie, weil es ziemlich heftig regnete. Das hätte sie nicht wundern sollen, im Edinburgher Herbst. Schnell zog sie die Kapuze ihrer Jacke über und lief los. Noch eine viertel Stunde, bis ihre Schicht begann.
Etwas feucht erreichte Charlene das Café, in dem sie ab und zu aushalf. Beim Eintreten beschlugen ihre Brillengläser, weshalb sie ihre Hüfte an der Theke siess, als sie sich an Benjamins Rollstuhl vorbei schob. Im Büro stellte sie ihre Tasche ab und streckte sich erst mal. Nachdem sie ihre Jacke aufgehängt hatte, legte sie die Schürze an und nahm ihre Haare so zusammen, dass man ihren Sidecut nicht sah. Ein prüfender Blick in den Spiegel, dann ging sie raus.
„Ben, was kann ich übernehmen?“
„Ich mach noch diese Bestellung fertig, übernimm doch bitte die nächste. Und nochmals danke, dass du einspringen konntest.“ Er lächelte sie dankbar an.
„Keine Ursache“, gab sie zurück, als sie zur Kasse ging. „Aber später musst du mir erzählen, wieso ich hier bin.“
„Charly, da gibt es nichts. Elle ist nur krank geworden, das ist alles. Es steckt nicht immer eine Geschichte hinter allem.“
Charlene grummelte enttäuscht, da es keinen Klatsch gab. Ihren Spitznamen mochte sie auch nicht besonders. Charly schien ihr der Namen einer kleinen, blonden 16-jährigen, die keine Ahnung vom Leben hatte. Sie drehte sich um und lächelte das junge Mädchen an, das wartete. Ihre Bestellung musste sie aus der Kühltheke holen. Danach schob sie das Tablett mit dem Fantasy-Buch und den Torten zur Seite und ging zur Kaffeemaschine, wobei sie fast mit Benjamin zusammen stiess. Während sie einen Cappuccino und einen Milchkaffee brühte, nahm er schon die nächsten Kundenwünsche an. Sie erinnerte sich an das erste mal, als sie hier gewesen war, als vierzenjährige Harry-Potterfanatikerin, mit ihrer Mutter. Seitdem war sie über viele Jahre immer wieder vorbei gekommen, um zu lesen, zu lernen oder sich mit Freundinnen zu treffen. Als sie mit der Uni begonnen hatte, hatte sie Benjamin lieb gefragt, ob sie vielleicht eine Aushilfe bräuchten. Nicht, dass sie es nötig gehabt hätte, aber sie nahm an, dass ihr eine Abwechslung zum Studienalltag ganz gut täte. Im Nachhinein war es eine ihrer besten Entscheidungen gewesen, denn so hatte sie etwas Geld um ihre Freundin Aileen zu unterstützen, ohne ihre Eltern fragen zu müssen. Ausserdem konnte sie sich so die vielen Konzertkarten leisten.

Vier Stunden später zog sie ihre Jacke an und umarmte Benjamin. Inzwischen war ihr warm geworden und ihre Haare wieder trocken, dementsprechend besser ihre Laune beim Gedanken wieder raus zu müssen.
„Komm gut nach Hause. Mittwoch und Donnerstag nächste Woche steht noch, oder? Und sag mir dann auch bitte, wann du nächsten Monat kannst.“
„Ja, klar. Mach ich.“
In der Tür drehte sie sich nochmals um, um ihm zum Abschied zuzuwinken.  An der Kasse, um die letzten Kunden dieses Abends zu bedienen, sah er es jedoch nicht.
Zuhause angekommen stolperte sie durch die dunkle Diele, stellte ihre Tasche auf den Küchentisch, die Jacke daneben und ging dann ins Zimmer, um sich bäuchlings auf das Bett fallen zu lassen. Sie war so müde, dass sie ihre Schuhe vergass und nicht einmal bemerkte, dass Aileen nicht da war.

~

Vom eigenen Schmatzen wachte sie auf und strich sich weggetreten den Sabber von den Mundwinkeln. Als sie auf den Wecker schauen wollte, sah sie nur verschwommenes grünes Licht. Mühsam kroch sie über die Matratze um die Zahlen von nahmen zu entziffern. 13:14. Mist, sie hatte verschlafen. Schnell waren die Kleider vom Vortag ausgezogen und die Dusche lief. Unter dem warmen Wasser wäre sie beinahe wieder eingeschlafen. Mit frisch gewaschenen Haaren, in T-Shirt und Unterhose ging Charlene in die Küche, wo Aileen am Tisch sass. Charlene stellte sich hinter ihre Freundin und küsste ihr lockiges Haar.
„Und, was tust du?“
„Recherche für meine Hausarbeit.“
„Und, kommst du voran?“
Aileen murmelte etwas unverständliches, weshalb Charlene sich wieder aufrichtete und zur Kaffeemaschine ging. Dabei fragte sie sich weshalb Aileen nach Männerparfum roch und es fiel ihr ein, dass sie gestern Abend alleine im Bett gelegen hatte. Während sie aus dem Fenster starrte, biss sie sich auf die Lippe. Ihre Freundin war wieder bei ihrem Liebsten gewesen. Sie wusste, dass sie nicht neidisch sein sollte, immerhin waren Aileen und sie schon ein Jahr zusammen und die Liebhaber kamen und gingen. Aber den aktuellen mochte sie nicht besonders. Während die Bohnen gemahlt wurden, musterte sie die Kalkflecken auf der Scheibe. Man hätte die Fenster wieder putzen müssen, doch darauf hatte sie wirklich keine Lust. Mit dem frischen Kaffee und der Milchtüte setzte sich Charlene Aileen gegenüber. Beim Umrühren, um den Zucker zu lösen, beobachtete sie Aileen weiter. Sie mochte ihre gebräunte Haut und ihre wunderschönen braunen Locken. Gerne wäre sie auch so fleissig gewesen wie ihre Freundin, aber irgendwie gelang ihr das nicht. Sie hatte das Gefühl sie würde das Leben verpassen, wenn sie so viel lernte. Und wann bitte sollte sie ausschlafen? Sie leerte ihre Tasse und zog sich dann fertig an. Im Eiltempo packte sie ihre Tasche neu um dann mit einem lauten „Tschüss“ aus der Wohnung zu verschwinden. An der Ecke holte sie sich den zweiten Kaffee und ein belegtes Brötchen. Gewappnet für die nächsten Stunden, bestieg sie den Bus zur Uni. Das Gebäude für die Chemiker lag etwas ausserhalb des Stadtzentrums. Trotzdem hatte die neue Bibliothek auch Sonntags offen, wo sie sich jetzt mit ihrer Praktikumsgruppe traf. Eigentlich hatte sie keine Lust auf die Gruppe, aber sie hatte inzwischen bemerkt wie viel einfacher es war die Laborberichte zu schreiben, und vor allem die Experimente zu verstehen, wenn man sich vorbereitete. In der Gruppe ging das wesentlich besser.
Der Wind blies ihr beim Aussteigen so ins Gesicht, dass sie den Jackenkragen hochstellte. Jeder Versuch die Haare aus dem Mund zu kriegen war überflüssig. Etwas ungelenk stolperte sie über das aufgebrochene Trottoir. Dabei versuchte sie die letzten Schlücke ihres inzwischen kalten Kaffees zu trinken. Als sie die Tür des Bibliothekgebäudes erreicht hatte, schmiss sie den leeren Becher in den Müll. Es blieb ihr nur noch ihr Sandwich. Und der Gedanke an den nächsten Kaffee.
Im Vorbeigehen grüsste Charlene die Receptionistin und ging dann, zwei Stufen nehmend in den zweiten Stock. Es war leise, doch aus der Ecke mit den grossen Tischen konnte sie schon Tuscheleien hören. Besonders die Stimme einer Kommilitonin war klar hörbar – und nervig. Sie atmete nochmals tief ein und ging dann mit einem Lächeln auf ihre Gruppe zu. Einer der Mitstudenten zog ihr den äussersten Stuhl zurück und sie setzte sich. Sie bedankte sich und schon nahm die Kommilitonin mit der nervigen Stimme den Faden auf und sagte an, welche Übungen sie bearbeiten würden. Die anderen hatten schon alles ausgepackt, weshalb Charlene beim Raussuchen ihres Periodensystems nicht mitbekam, welche sie bearbeiten sollte. Deshalb stiess sie ihren Nachbarn an, welcher ihr die Zahlen der Übungen auf ihr Blatt schrieb. Sie lächelte ihm nickend zu. Es verging eine viertel Stunde in der alle schwiegen und nur das Tippen auf den Taschenrechnern und das Kratzen von Schreibzeug auf dem Papier. Ihre Aufgabe befasste sich mit Salzen und Thermodynamik. Nicht gerade ihr Lieblingsthema, aber zumindest sinnvoll und einigermassen einfach. Für den nächsten Labornachmittag war das Thema Kristallisationen und sie erarbeiteten gerade den Theorieteil oder eben, wie sie, die Berechnungen für die Experimente. Als sie an einem Punkt nicht weiter kam, klopfte Charlene mit ihrem Kugelschreiber auf ihren Block.
„Könntest du bitte damit aufhören?“, schnauzte die Nervige.
„Tut mir leid, habs gar nicht gemerkt.“
„M-hm… Bist du denn auch schon fertig?“
„Gleich, nur noch eine Rechnung.“
„Na, dann mach schon.“
Charlene ignorierte den schnippischen Tonfall und beendete die Rechnung. Sie war sich nicht sicher, ob sie stimmte. Sie zuckte die Schultern. Egal, sie würde es später nochmals nachrechnen.
„Okay, dann sammeln wir“, verkündete die Nervige.
Reihum präsentierte jeder seine Lösungen und die anderen notierten sich, was sie konnten. Fleissig schrieb Charlene mit, und war sich dabei unsicher, ob sie ihre eigene Schrift danach noch lesen können würde. Übung um Übung hakten sie ab, diskutierten Verständnisfragen und rechneten komische Resultate nach. Als letzte musste sie nicht mehr viel tun, ausser auf ein paar Schwierigkeiten im Experiment hinweisen und anzumerken, dass es wichtig war die Hydrierung des Salzes zu bedenken, weil sonst die besten Rechnungskünste nichts nützten. Miss Nervig zog arrogant die Augenbraue hoch, denn eigentlich war das ein beliebter Anfängerfehler, was sie im zweiten Studienjahr ja nicht mehr waren. Zu gerne hätte Charlene sie darauf hingewiesen, dass es nicht selten vor kam, das selbst Professoren Stöchiometrische Gleichungen falsch aufstellten, doch sie liess es bleiben. Statt dessen grinste sie.
„Wer mag jetzt noch einen Kaffee trinken gehen?“
„Charlene, dein wievielter ist das?“ Sie schmunzelte und räusperte sich.
„Erst mein dritter…“
„Ausgehend davon, dass du heute ausnahmsweise zu spät warst: seit wann bist du wach?“
Jetzt musste sie lachte und klopfte ihrem Kommilitonen auf die Schulter.
„Ist ja schon gut Sherlock, ja ich fröhne meine Sucht. Bist du dabei?“
„Ja klar!“
Zu viert gingen sie in die Cafeteria, zwei der anderen mussten noch in ihr Wohnheim um sich für die Woche einzurichten. Nach und nach verschwanden die anderen, bis Charlene alleine da sass. Inzwischen hatte sie ihr Sandwich gegessen und überlegte sich, ob sie sich noch etwas kaufen sollte. Ein Blick in die Geldbörse zeigte aber, dass sie vergessen hatte Geld abzuheben. Also holte sie sich noch einen Kaffee und setzte sich nochmals für eine Stunde hin. Punkt für Punkt ging sie das Experiment des nächsten Tages durch und notierte sich Mengen und Zeitangaben. Zusätzlich machte sie sich Notizen für den Laborbericht. Als die Putzfrau zum zweiten Mal an ihrem Tisch vorbei ging und sie beäugte, weil sie wegen ihr nicht aufräumen konnte, machte sie sich bereit zum Gehen.

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Woche 178 – 100 Wochen “zu viel”

Es ist schwer. Ich bin ohne Lernen durch die Primarschule gekommen. Ich musste in der Sekundarschule kaum etwas tun. Die Zeit im Gymnasium habe ich hauptsächlich mit Lesen und Zeichnen verbracht. Und jetzt bin ich 26, habe Mühe mit Lernen und muss das 2. Jahr wiederholen – nachdem ich das 1. schon wiederholt habe.
Zu sagen, was alle sagen, nämlich dass Intelligenz und Noten nicht korrelieren, fühlt sich wie eine Entschuldigung an. Zu sagen, dass ich faul bin, ist auch nicht die ganze Wahrheit. So oder so kratzt es an meinem Stolz oder genauer meinem Selbstbewusstsein. Was sich wiederum auf mein Lernverhalten, das ich nie entwickeln musste, auswirkt. Teufelskreis galore.

Laut Studien [1] zeigen etwa 12% aller Medizinstudierenden depressive Symptome gegenüber 8% in der Allgemeinbevölkerung. Das Studium ist schwer und viele sind sehr einfach durch die Schule gekommen. Das Details lernen müssen hat, laut den AssistenzärztInnen die ich kenne, wenig mit der Arbeit zu tun. Aber wer es nicht tut, fällt durch. Ich spreche aus Erfahrung. Und das ist nur einer der Faktoren, der an einem nagt. Viele sind eher empathische Menschen, dass sie diesen Beruf ergreifen wollen und dadurch anfälliger dafür sich Sorgen zu machen [2]. Wobei man sagen muss, dass der Beruf durch Macht und Status auch für Psychopathen attraktiv ist, beziehungsweise besonders die Chirurgie [3].
Gleichzeitig scheint das Stigma für mentale Probleme im Medizinstudium besonders hoch zu sein. Paradebeispiel: in einer Vorlesung über Magersucht sagte unsere Professorin, dass Menschen mit Essstörungen gewisse Eigenschaften hätten, “die WIR nicht haben.”
Mit wir sprach sie einen Saal voller ehrgeiziger, teilweise perfektionistischen jungen Menschen an, welche besonders gefährdet sind für Essstörungen [4].

Auf gut Deutsch, ich darf und muss Hilfe annehmen, mir selbst verzeihen und darf an mich glauben. Es mag eingebildet klingen, wenn ich Gründe fürs Durchfallen externalisiere. Aber es täte mir und meinem Lernverhalten gut. Denn auch wenn es schwer ist, das Studium ist möglich. Es darf mir schwer fallen, aber ich darf mein Interesse, meine Freude nicht vergessen.
Ich darf nicht vergessen, dass ich nicht die einzige bin, der es schwer fällt.
Niemand sollte sich für seine Gefühle schämen müssen.
Auch wenn 100 Wochen mehr “zu viel” sind.

[1]Dahlin, Joneborg, Runeson: Stress and depression among medical students: a cross-sectional study. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15910436
[2] Empathy and depression: the moral system on overdrive http://www.eparg.org/publications/empathy-chapter-web.pdf
[3] http://time.com/32647/which-professions-have-the-most-psychopaths-the-fewest/
[4] http://www.netzwerk-essstoerungen.ch/d/infos/magersucht/ma_risiko.htm

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Lisa Genova – Still Alice

Yellow Background with "Still Alice" written on it. A woman looks into the distance, her left hand in a half open fist, facing her face. She is sitting down and looks lost, while in a warm house environement.

ISBN: 978-3-8387-0117-2 (E-Book)

Klappentext: Mit nur fünfzig Jahren bricht bei der Professorin, Ehefrau und Mutter Alice Alzheimer aus – und sie hat doch noch so viel vor! Dann vergisst sie das Rezept ihres berühmten Plumpuddings, verläuft sich im eigenen Hinterhof, erkennt ihre schauspielernde Tochter nach einer gelungenen Vorstellung nicht. Sie entwickelt einen verzweifelten Plan, doch kann sie ihn durchhalten? Während ihre Erinnerungen an seidenen Fäden hängen, ist sie aber doch immer noch: Alice.

Meinung: Ein Geschichte einer intelligenten Frau, die ein grosser Teil ihres ichs, ihr Hirn, schnell an eine Krankheit verdient die ungnädig nimmt was immer sie will und einem keinen Ausweg lässt. Die Veränderung der Denkmuster, die Veränderung des Charakters von Alice, wird schön in der Sprache von Lisa Genova, einer Neurowissenschaftlerin und Autorin, dargestellt. Selten kamen mir so viele Tränen wie bei diesem Buch.
Es war gar so gut, dass Lisa Genova’s Buch zu Huntington auf meiner Leseliste steht.
Besonders beeindruckt hat mich wie realistisch die Reaktionen der Protagonisten auf die Diagnose sind und es erinnerte mich an einige meiner Patienten, die Diagnosen ohne Theraphie bekamen.

Zitate:
Sie wusste, dass sie auf dem Harvard Square war, aber sie wusste nicht, in welcher Richtung ihr Zuhause lag.

Sie ersetzte das Wort, das ihr noch immer nicht einfallen wollte, durch ein vages und unpassendes “Ding”, […]. Sie sass im Flugzeug, im Landeanflug auf LAX als es ihr schliesslich einfiel. Lexikon.

“Okay. In Zukunft müssen Sie mit einem Familienangehörigen oder jemand anders, der Sie regelmässig sieht, herkommen. Sie klagen über ein Problem mit Ihrem Gedächtnis, und Sie selbst sind vielleicht nicht die zuverlässigste Quelle für das, was passiert ist.”

Ich verliere mein Gestern. Wenn Sie mich fragen, was ich gestern getan habe […] würde es mir schwerfallen im Detail zu berichten. […] Ich kann sehr gut raten. Aber ich weiss es nicht wirklich. […] Und ich habe keine Kontrolle darüber, welches Gestern ich behalte und welches gelöscht wird.

“Ich glaube, dieses Buch habe ich schon mal gelesen.”
Der Mann sah auf das Buch, das sie in der Hand hielt und sah dann sie an.
“Du hast mehr getan als das. Du hast es geschrieben. Wir beide haben diese Buch zusammen geschlieben.”

Wertung:
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5/5 “Leseratten”

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Blog-Stöckchen

Ich bin wohl eine der wenigen Blogger die @lifereport kennt, anders kann ich mir nicht erklären, dass ich ein Stöckchen zugeworfen bekommen habe. Aber: hier ist es:

1. Liebe auf den ersten Blick oder Kennenlernen im Laufe der Zeit?
Ich glaube nicht an die Liebe auf ersten Blick, nur auf die Anziehung auf ersten Blick. Für wirkliche Liebe gehört ein Kennenlernen auf Zeit. Alles andere ist Beilage #schweizerfleisch – ach nee, ich meinte ja Leidenschaft.

2. Lässt du an der Kasse im Supermarkt nach einem Grosseinkauf einen Rentner mit nur einer Butter auf dem Band vor?
Ja. Wenn ich einen Grosseinkauf mache hab ich Zeit und mir schmerzt es wahrsch. nicht in der Hüfte.

3. Würdest du einem todkranken Menschen, wenn er dich darum bittet, aktiv beim Sterben helfen (z.B. durch Gabe einer Überdosis eines dann tödlichen Medikamentes)?
Ich sollte das wohl nicht sagen, aber wahrscheinlich schon, bzw wenn möglich so arrangieren, dass er die Dienste von Exit nutzen kann.

4. In welche Region der Erde würdest du auswandern, wenn du in deiner Heimat nicht mehr leben kannst/darfst?
Ugh, schwierig, aber grundsätzlich Kühl und wenn möglich nicht im Flachland: Schottland it is. Or Ireland <3

5. Würdest du nach deinem Tod und wenn du dies vorher wüsstest einem verurteilten Mörder ein Organ spenden, damit dieser überlebt?
Lifereport, hast du irgendwie deine Ethikunterlagen wieder hervor geholt?
Es käme sehr auf die Umstände an. Was für ein Mord, aus welcher Motivation etc. Aber grundsätzlich wahrscheinlich ja, denn es liegt eigentlich nicht an mir über fremdes Leben zu entscheiden.

6. Wenn du für einen Tag im Körper des anderen Geschlechts aufwachen würdest, was würdest du an diesem Tag tun?
Wenn ich mal als Mann/Mensch mit Penis aufwachen würde:
Ich hätte natürlich Sex, einfach um zu wissen wie sich das anfühlt. Ausserdem würde ich dauernd Helikoptern! Und im Stehen pinkeln :) Ansonsten gibts ja nicht viele Unterschiede.
Aber ein bisschen Klischees sprengen wär schon lustig.

7. Wenn du einen Tag unsichtbar wärst, was würdest du tun?
Politiker und CEOs ausspionieren und ärgern. Irgendwelche kaputten/gefährliche Systeme kaputt machen. Und mir irgendwas anschauen wozu ich sonst keinen Zutritt hätte, OPs, spezielle Kunst oder private Sammlungen etc.

8. Wenn du einen Tag ein Tier sein dürftest, welches Tier wäre dies und wieso?
Sicher etwas das fliegen kann und den Himalaya erkunden, bzw Fledermaus in Höhlen die Menschen noch nie gesehen haben – oder vllt ein Fisch/Meeressäugetier und möglichst tief tauchen.

9. Wenn du einen Tag unendlich Geld besitzen könntest, was würdest du dir auf jeden Fall kaufen?
DaVinci? Nein, bringt mir ja nix. Ich würde mir ein viktorianisches Haus kaufen, inkl. 2-Stöckiger Bibliothek mit Eichenholzregalen. <3

10. Was war zu erst da: Henne oder Ei?
Logisch: das Ei. A: Weil Dinosaurier schon Eier legten bevor es Hühner gab. B: Weil auch das erste Huhn lediglich eine Mutation eines anderen Tieres war, dass aus einem Ei kam.

11. Facebook oder Twitter?
Diese Frage ist so blasphemisch, die beantworte ich nicht 😉

Meine 11 Fragen:
1. Süss oder Salzig?
2. Lieblingsbuch und warum?3. Gehst du wählen? Warum?
4. Was für Musik hörst du?
5. Ganz ehrlich: glaubst du an eine Zombieapokalypse?
6. Wird “unsere Generation” den 3. Weltkrieg erleben?
7. Was hast du letzten Monat nicht gemacht obwohl du eigentlich wolltest und konntest?
8. Was wolltest du schon immer können?
9. Hast du ein Vorbild?
10. Sind Menschen sehr viel anders als andere Tiere?
11. Utilitarismus oder Hedonismus?

Stöckchen geht an whoever wants to =) Die Antworten würden mich jedoch wundern :3

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Deutschland Tour

Endlich komme ich dazu meinen Deutschland-Tripp im Sommer Revue passieren zu lassen. Meine ersten Ferien “alleine”. Montags bin ich früh auf den Zug und wurde in Würzburg von der tollen @Maiimouna abgeholt. Zusammen sind wir in ihrem Auto nach Hannover gefahren. Komplett mit Roadtripp-Feeling und Einkauf in einem deutschen Supermarkt (ja, die unterscheiden sich von Coop und Migros. Schon alleine wegen der riesigen Vegi-Auswahl!)

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Die ersten 4 Nächte habe ich also in Hannover verbracht und wurde reichlich unterhalten; Vom “Hannover-Kennenlern-Spaziergang” durch das Maschsee-Fest, reichlich Katzen kraulen, einer Tour durch die Anatomiesammlung der medizinischen Fakultät, Abendspaziergang zu dritt durch die beleuchteten Herrenhäuser Gärten (welche unglaublich beeindruckend sind), mein erstes Lüttje-Lage und einem Ausflug zum Wildtiergarten war alles dabei. Lecker bekocht wurde ich auch und vom veganen Vanille-Eis träume ich jetzt noch. Am letzten Tag dann bin ich noch ein paar Stunden durch die Stadt gezogen und habe mich ins Künstlerhaus verliebt. Ausserdem habe ich mir ein neues Buch gegönnt für die Fahrt nach Essen.

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In Essen bei der lieben @livsglaedjen durfte ich Bekanntschaft mit sturmbedingten Folgen machen, aka Bäume auf der Strasse. Habe ich live noch nie gesehen, weil Bergmädchen eher mit Lawinen statt Stürmen aufwachsen. In der kuschligen, wiederum katzenbewohnten Wohnung haben wir zusammen Bolognese gekocht, ich bekam Kaffee und mir wurde Skull-Duggery vorgestellt. Auf jeden Fall habe ich dann eine Nacht im Essener “Getto” verbracht, während meine Gastgeberin etwas weniger schlief. =)

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Am nächsten Tag dann hab ich das Unperfekthaus gesehen inklusive toller Kugelbahn und musste vom Bücher kaufen abgehalten werden. Ein neues wurde es dann trotzdem. Auf der Suche nach einem Mitbringsel habe ich dann noch einen Comicladen durchstöbert, zu welchem mich Svea durch den strömenden Regen und am hübschen Einkaufszentrum vorbei geführt hat. Am Bahnhof habe ich mir dann noch eine Suppe aus dem Automaten gegönnt.  Habe ich noch nie gehabt und natürlich habe ich Totsch die Hälfte beim rausnehmen verschüttet. Auf jeden Fall ging es dann weiter nach Frankfurt.

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Abends in Frankfurt angekommen habe ich es mir in meinem Hostel gemütlich gemacht – wo natürlich schon jemand anders mein Bett anektiert hatte, was dazu führte, dass ich gleich am Fenster schlaften konnte und dann erst noch im oberen Teil des Stockbetts. Vor dem Abendessen habe ich die Umgebung noch etwas erkundet, Natto gekauft und mir die verschiedenen Gebäude der Banken angeschaut. Abends dann habe ich einen Biophysiker aus Italien, eine Radiologie-Studentin aus den USA und einen Biomedizin-Studenten aus Dänemark kennengelernt. Unsere Diskussion ging dann auch von aktueller Forschung zu den Mentalitätsunterschieden zwischen südlichen und nördlichen Ländern. Am zweiten Tag habe ich mir einen Ausflug zum Naturhistorischen Museum gegönnt und geschlagene 3 Stunden dort verbracht, bis es mir mit all den Familien zu bunt wurde und ich mich auf den Weg machte um den @nplhse zu treffen. Der hat mir dann noch etwas die Altstadt gezeigt, bis wir uns an den (dreckigen) Main gesetzt haben um zu quatschen. Abends dann wieder im Hostel habe ich das Buch, dass ich in Hannover gekauft habe, fertig gelesen, fleissig den Daheimgebliebenen geschrieben und mich informiert wie es wohl meinen Rattis geht. Nach einer mehr oder minder geruhsamen Nacht (was erwartet man auch in einem 10-Bett-Zimmer?) ging es dann am nächsten Tag zum Brunch mit @scy. Dort habe ich mir den Bauch vollgeschlagen und liess mir beim Verdauungs-Spaziergang dann noch Tipps geben, wo ich eventuell Comicläden finden könnte. Danach ging es dann zum Nachmittagskaffee @nadnoennas – bis 21 Uhr ^.^ Wir haben lange diskutiert, gequatscht und ich durfte ihre zauberhafte Familie kennenlernen.
So ging der letzte Abend im “deutschen Zürich” zuende, dass ich am nächsten Tag baselwärts wieder verlassen habe. Eine tolle Woche, die auf Wiederholung wartet, war es auf jeden Fall. Danke an alle GastgeberInnen <3

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Woche 110 – An unendlich tangierende Stoffmenge

Halbzeit. Noch 7 Wochen Vorlesungen und noch 10 Wochen bis zu den Prüfungen. Neu gibt es dieses Jahr auch mündliche/praktische Prüfungen. 4 an der Zahl und 1 davon im Winter. Je nachdem was man zieht Biochemie oder Physiologie. Ich hab keine Ahnung wie das werden soll. Bei mündlichen Prüfungen, die ich bisher selten hatte, werde ich zuerst sehr nervös, dann sehr ruhig und weiss danach nicht mehr was ich gesagt und getan habe. Im zweiten Jahr gibt es auch massiv mehr Stoff zu bewältigen als im ersten, aber zumindest ist es näher an der Medizin und durch die vielen Überschneidungen von Physiologe, Biochemie und Humanbiologie hat man einige Redundanzen, was zu automatischer Wiederholung führt. Das führt dazu, dass man dauernd zwischen “Das ist doch gar nicht zu schaffen, ich kann doch gleich hinschmeissen.” und “Oh, genau, das weiss ich ja, das ist des und deshalb. Hmm, ich glaube ich krieg das hin” schwankt. Besonders der Sezierkurs hat es mir angetan. Natürlich habe ich erst einen Viertel hinter mir, aber manche haben schon jetzt die Nase voll, was mir leise sagt, dass Chirurgie doch etwas für mich sein könnte. Drückt mir die Daumen 😉

Was mir auch sehr gefällt, ist mein Mantelstudium: Klinische Epidemiologie und Evidenz basierte Medizin. Grundsätzlich: Studien lesen und nach qualitativen Kriterien bewerten. Ist neben der interessanten Vorlesung auch eine gute Ausrede um spannende Studien zu lesen. Leider, leider prokrastiniere ich damit auch das “Critical Appraisal”, dass ich selbst schreiben sollte. Aber nicht die einzige Prokrastinier-“Methode”. Mir wurde eine sehr sehr gute medizinhistorische Serie empfohlen (Danke @maiimouna). Falls ihr also sehen wollt wie Medizin und auch das Leben zur Zeit des “Gibson-Girl” war: schaut in “The Knick” rein =). Medizinhistorisch ist auch @drlindseyfitz sehr spannend, vor allem weil sie sich auch mit der Chirurgie vor 1900 auseinander setzt. Auch das hat den bitteren Beigeschmack, dass mir langsam zu viele Fachgebiete zusprechen. Beruhigend ist jedoch, dass ich erst meine 6 Jahre “absitzen” muss und noch viel Zeit habe herauszufinden was ich noch länger lernen will. Klar sollte man gewisse Weichen so früh wie möglich stellen, aber da sich momentan im Studium und in der Medizin viel zu ändern scheint (Es wird davon ausgegangen, dass unsere Generation nur den Master und keine Doktorarbeit machen wird.), bringt es nichts voreilig zu sein. Was jedoch nie verkehrt ist, ist Netzwerken, worin ich mich inzwischen übe. Kommt meiner neurotischen Seite sehr entgegen, denn so kann ich meine Amygdala desensibilisieren, damit sie mich nicht immer zum Grübeln bringt. Ernsthaft: die meisten Mitstudenten interessieren sich eh nicht füreinander und falls jemand lästern sollte sind es entweder a) Leute mit denen ich eh nix zu tun haben will oder b) nicht relevant, denn ich rege mich auch über Menschen auf, die ich eigentlich mag. Humans will be humans I guess. =)

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Lydia Benecke – Auf dünnem Eis

+++TW: Gewalt (aller Arten), Manipulation, Mord+++

9783785760956

ISBN: 9783785760956

Klappentext: Ein faszinierender Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele. Auf dünnem Eis befinden wir uns, wenn wir Mörder, brutale Vergewaltiger, Profikiller oder eiskalte Psychopathen als “böse” abstempeln und weit von uns schieben. Lydia Benecke rekonstruiert grausame Verbrechen, erzählt von echten Fällen aus ihrer eigenen Praxis und wirft die hoch spannende Frage auf: Wie viel davon steckt in jedem von uns?

Zusammenfassung: In verschiedenen, klar umrissenen Kapiteln konfrontiert Lydia die LeserIn mit dem “Bösen” welches in der Welt anzutreffen ist. Im besonderen geht es um Psychopathen, Menschen die nach anderen Regeln spielen als “normale” Menschen. Zentral die Frage: was braucht es, damit ein Mensch mit psychopathischen Zügen kriminell wird? Wie bestimmt man wie psychopathisch jemand ist? Was ist die Motivation von Serientätern? Welche Gemeinsamkeiten hat man als LeserIn mit ebensolchen Menschen?

Sie erwähnt das durchaus bekannte Stanford Prison Experiment als Beispiel der Forschung auf diesem Gebiet. (Sehr guter TED-Vortrag von Philip Zimbardo dazu. Achtung sehr bilderlastig!) Sehr spannend auch die Interview-Zitate von ihren mittel-hochpsychopathischen Interviewpartnern, die bisher jedoch nicht kriminell wurden und dies auch nicht vor haben.

Bewertung: Ich habe das Buch fast verschlungen. Das lag einerseits am faszinierenden Thema, andererseits an Lydias sehr differenzierter Beschreibung inklusive vieler Denkanstösse zur Selbstreflexion. Die Motivation fremder Menschen mit völlig anderem Denkmuster dargelegt zu bekommen ist spannend und meiner Meinung nach erweitert es den Horizont. Sehr empfehlenswertes Buch besonders für Menschen, die die schwarz-weiss/gut-böse Illusion hinterfragen möchten.
Es ist einfach geschrieben und nicht als Fachliteratur gedacht, eher eine Einführung in das Thema. Wer sich noch unsicher ist oder nach dem Lesen noch mehr von Lydia hören möchte, der empfehle ich die Hoaxilla Folgen mit ihr.

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5/5 Leseratten

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Stephen King – Doctor Sleep

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ISBN: 9781444761191

Blurb: Following a childhood haunted by terrifying events at the overlook hotel, Danny Torrance has been drifting for decades. Finally, he settles into a job at a nursing home where he draws on his remnant ‘shining’ power to help people pass on. Then he meets Abra Stone, a young girl with the brightest shining ever seen. But her gift is attracting a tribe of paranormals. They may look harmless, old and devoted to their Recreational Vehicles, but the True Knot lives off the ‘steam’ that children like Abra produce. Now Dan must confront his old demons as he battles for Abra’s soul and survival…

Synopsis: The book is supposed to be the sequel of ‘The Shining’, which I only found out afterwards. So don’t worry if you didn’t read it. Half of the book has nothing to do with Abra, but Dan Torrance. This is no loss though because he has a wonderful character story and growth which is needed in my view. It all starts with gruesome childhood memories of his, which draw out his path of life. While travelling the United States due to his fruitless attempt to escape those memories he discovers many sides of himself and looks into the abyss. When he finally settles down in Frazier, after a traumatic event, he gets some unexpected help by Billy Freeman, which grows to be a good friend in the next 10 years. Dan gets sober and uses his shining to help people at the hospice when they die.
All this changes, when Abra needs help and Dan sences, that he has to be her friend and mentor like Dick Halloran was to him when he was a child and didn’t know how to handle his shining. They communicate telepathicly and via mail until the danger gets too big. Dan asks John, Abras paediatrician and common acquaintance, for a favor to help Abra. It’s a race against time as the paranormals try to find Abra. More problems arise when they finally let Abras father in on the secret and the final battle is prepared.

Valuation: I liked the melancholic and realistic feel of the characters against the supernatural things that happen. Dan Torrance is a hero in disguise. Abra on the  other side is a naive, sheltered white girl who’s only abnormality is a strong “Shining” and she learns and struggles along the way. The side characters are divers and interesting, not to smooth, not too overdefined. All in all an entertaining read.
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4/5 rats

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Woche 94 – Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn…

… oder in diesem Fall: ich die richtigen Multilple-Choice Antworten. Bestanden und auf ins zweite Jahr. Und weil die Prüfungen im Juni ja sooooo schön waren, habe ich letzte Wochen angefangen Neuroanatomie zu lesen und zusammen zu fassen. Sind ja nur noch 7 Wochen bis zum Semesterbeginn *räusper*. Eigentlich wollte ich in den Ferien ja andere Bücher lesen. Aber ich habe ja noch 7 Wochen Zeit =). Ausserdem gehe ich zum ersten Mal alleine in die Ferien. Deprimierend irgendwie, dass ich erst so alt werden musste. Aber das Ticket ist gebucht, die zu besuchenden Leute benachrichtigt, jetzt muss nur noch die deutsche Bahn mitspielen. Und falls nicht kann ich in der Zeit ja die Freizeitliteratur konsumieren. Oder Listen machen, was ich für das 3. (/12 T_T) alles brauche. Stethoskop habe ich ja schon (ideal um die Schwester zu schockieren in untypisch-Sara-Farbe: Violett – kann auch nichts dafür, dass Littman nur “karibikblau” und kein anständiges Petrol anbietet), Sezierset dito, fehlt eigentlich nur ein Reflexhammer, den wir aber genau 1 x brauchen werden: kaufe keinen, ich nehme Bierflaschen.

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